This article is about the 573 meter high mountain Gottlob, which is situated in Friedrichroda, a small village of Thuringia. The main facts of the article are from the era, by which the Gottlob was really affected - the “Rotliegendzeit” (290 – 260 Mio. years ago). Read about the animals, plants, tectonics, volcanism and the earth’s situation at that important time. Moreover, the article deals with the mining at the Gottlob, where many fossils were found, e.g. the “Stachelhaie”. Furthermore, you can read about the situation of the Gottlob today and which stones you can find there, e.g. Gottlobit. Additionally, the authors asked themselves, what is special about the Gottlob and why do we deal especially with this mountain? It is because the Gottlob is unique in Germany and it is like a monument of the “Rotliegendzeit”, situated directly near our school. (Article in German language)
Woran würden sie zuerst denken, wenn sie den Namen Gottlob hören? Vermutlich an eine frühere Persönlichkeit oder den Großvater. Jedoch ist der Gottlob ein Berg in Friedrichroda, welcher früher den Menschen dazu diente, Gott näher zu sein. Berge dieser Art gibt es viele, aber warum beschäftigen wir uns gerade mit jenem? Aus dem einfachen Grund, weil der Gottlob sich im Geopark „Inselsberg – Drei Gleichen“ befindet, der in unmittelbarer Nähe zu unserer Schule liegt. Sein Gestein ist einmalig (bspw. Gottlobit und Wakefieldit) und entstand in der Rotliegendzeit vor 290 – 260 Millionen Jahren.



Zu dieser Zeit vereinigten sich der südliche und der nördliche Kontinent (Gondwana, Laurasia) zu dem Riesenkontinent Pangäa. Dies änderte schlagartig das Klima, hervorgerufen durch den Drift des Kontinents nach Norden. Das zuvor tropisch-feuchte Klima mit vielen Seen, besiedelt von Süßwasserhaien, Muschelkrebsen, Schmelzschuppern und weiteren Tieren, änderte sich zunehmend zu einem trocken-warmen Klima, wobei die Reptilien die Fische und Amphibien verdrängten. Die Pflanzengemeinschaften der Feuchtbiotope verschwanden allmählich. Neue Pflanzen, wie Koniferen, besiedelten die trockenen Lebensräume und entwickelten eine spärliche Vegetationsdecke. Neben ihnen gab es weit verbreitet noch andere Pflanzen, wie Schachtelhalme, Farngewächse und Farnsamer.
Betrachtet man die Tektonik des Rotliegenden, so kann man erkennen, dass am Anfang der Oberrotliegendzeit starker Vulkanismus herrschte, welcher die Landschaftsmorphologie veränderte. Die Magmenströme aus der Tiefe drückten die ursprünglich horizontal abgelagerten Schichten herauf. Sie wurden im Laufe des Oberrotliegenden mit Sedimenten aufgefüllt. In dieser Zeit des vorherrschenden Vulkanismus entstanden zudem viele einzigartige Gesteinsarten, besonders für den Gottlob, das Gottlobit, welches erstmals 2008 auf dem Gottlob gefunden wurde. Aber auch Sandstein, entstanden durch die mächtigen Roterde-Ablagerungen tritt auf. Diese Steine sind noch heute am Gottlob zu finden.

Der erste Abbau am Gottlob begann bereits 1550 und wurde 1552 wieder eingestellt. Hauptsächlich wurde Eisen- und Manganerz abgebaut. Die Gruben hießen Agnesschacht, Glücksstern und Gottessegen. Der Bergbau wurde oftmals eingestellt, dann aber nach größeren Funden wieder aufgenommen. Von 1922 – 1924 wurden die letzten Bergbauversuche unternommen, die Ergebnisse waren jedoch nicht zufrieden stellend, weshalb der Bergbau wieder eingestellt wurde. Bei den Ausgrabungen entdeckte man erstmals Fossilien aus der Zeit des Rotliegend.

Heute hingegen liegt der Gottlob inmitten der Thüringer Waldes in der gemäßigten Klimazone. Dort wachsende Pflanzen sind Farne und einige Laubbäume, Gräser und jetzt im Frühling Buschwindröschen sowie andere Waldtypische Pflanzen. Die Tiere des Gottlobs sind die Tiere des Waldes, also Füchse, Wühlmäuse, Rehe, Kaninchen, einige Singvögel (Eichelhäher, Specht), Eidechsen usw.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rotliegendzeit eine sehr bedeutende Ära war und der Gottlob viele aufschlussreiche Informationen über die Rotliegendzeit gab bzw. gibt. Hier findet man einmalige Beweise für die Flora und Fauna jener Zeit. Deshalb wurde der Gottlob als Bestandteil des Geoparkes aufgenommen.
Luisa Kumpitsch, Thomas Börner (9/2) & Beate Böhm
