Fairy Tales - Stereotypes and Art

(Fairy Tales)

Saturday 24 April 2010, by Annett JENTSCH

Together with their German teacher Kerstin Sterz some pupils in Year 9 at Salzmannschule Schnepfenthal dealt with fairy tales and their characteristics:

The first text describes different stereotypes of fairy tales. In every fairy tale you can find two sides, a good one and a bad one. Typical characters are princesses, kings, craftsmen and stepmothers. There are also a lot of magical creatures like wizards, witches, unicorns, dragons, dwarfs, giants as well as speaking objects and animals. Magical symbols and numbers also play an important role. All fairy tales end with a happy end.

The second text tells the differences between art-fairy-tales and folk-fairy-tales.

Happily ever after!

(1) Merkmale von Märchen

In Märchen gibt es einen starken Gegensatz zwischen Gut und Böse. Das Gute siegt immer über das Böse. Meist werden Verkleinerungsformen verwendet, z.B. Tischchen, Häuslein oder Männlein. Außerdem tauchen oft Formeln, Verse und Wiederholungen auf, wie zum Beispiel:

Es war einmal....... Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Typische Figuren eines Märchens sind König, Prinzessin, Stiefmutter, Mädchen und Handwerker. Phantasiewesen, welche häufig in Märchen auftreten, sind Hexen, Riesen, Zwerge, Zauberer, sprechende Dinge und Tiere, Einhörner und Drachen.

Magische Zahlen in Märchen sind 7, welche sich in den ’7 Zwergen’, den ’7 Raben’ oder den ’7 Bergen’ wieder findet oder die Zahl 3, welche sich in ’3 Wünschen’, ’3 Nüssen’ oder ’3 Aufgaben’ wieder findet.

In Märchen wird außerdem nicht zwischen Wunder und Wirklichkeit unterschieden. Es gibt eine rationale und analistische Erzählweise, welche es gestattet, den Mensch zum Herrn der Natur zu machen und die eigentliche Welt des Unfassbaren zu zerstören. Nicht die soziale Schicht, aus der der Held und die anderen Figuren stammen, ist für das Märchen von Bedeutung, sondern die Beziehung, die sie zueinander haben. Die Handlung eines Märchens ist völlig auf den Helden/die Heldin zentriert. Des Weiteren geschieht eine Aufhebung der Natur- und Kausalgesetze, was den Figuren ermöglicht, sich zu verwandeln oder mit Tieren, Pflanzen und anderen Gegenständen zu kommunizieren.

In jedem Märchen lassen sich typische Handlungsmerkmale wieder finden: • das Streben des Helden nach Glück • der Auszug aus der gewohnten Umgebung • die wiederholten Proben oder Aufgaben • Krisen und Probleme beim erfolgreichen Lösen der Aufgabe • der endgültige Aufstieg

Der Schluss eines jeden Märchens entspricht einem Stereotyp, da die Helden stets einen unbesiegbaren Optimismus zeigen und das Gute immer siegt; die harmonische Ordnung wird wieder hergestellt.

Ebenfalls typisiert sind die handelnden Personen und ihr Verhalten. So kämpfen meist König und Königstochter gegen böse Königin, böse Stiefschwester oder böser Hexe. Dies führt zu einem typischen Schema, welches sich auszeichnet durch: • den Willen zum Glück (das Böse zu Überwinden und das Glück zu erlangen) • absolute Nähe zur Natur • Mut, sich seiner Aufgabe zu stellen

Das führt zu einer denkbar einfachen Weltordnung: Das Gute steht dem Bösen gegenüber, das Schöne dem Hässlichen, das Tapfere dem Feigen und das Dumme dem Schlauen. Dadurch entstehen Konflikte, für die der Held versucht eine glückliche Lösung zu finden. Dieses entspricht dem Wunschdenken des Erzählers wie auch dem des Zuhörers. Alle Lösungen zeigen eine ausgeglichene Gerechtigkeit; stellen somit für den Zuhörer einen Unterschied zu seiner tatsächlichen Erfahrung mit der sozialen Umwelt dar.

Quellenangaben:

http://www.gymnasium-meschede.de/pr...

http://www2.boeswirth.com/mp/maerch...

(2) Volks- und Kunstmärchen

Sowohl Volks- als auch Kunstmärchen sind phantastische Erzählungen, die weder an einen Ort noch an eine Zeit gebunden sind. Weitergegeben wurden sie entweder von Mund zu Mund oder auch zeitweilig schriftlich. Beim Volksmärchen wurden manchmal alte Mythen aufgeknüpft und sind deswegen von anonymer Herkunft.

Volksmärchen sind an traditionelle Erzähltypen und –motive gebunden und haben meist eine glückliche Lösung von Konflikten. Wunderbares wie in der Sage oder Legende wird nicht betont. Kennzeichen sind eine schematische Handlung, das Nebeneinander von realer und phantastischer Welt, psychologische Charakterisierung fehlt und es gibt eine einfache Unterteilung der Figuren in z.B. gut und böse, schlau und dumm usw. Strukturmerkmal ist die Anschaulichkeit und die Form der Analogiebildung, welche der kindlichen Naivität und dem kindlichem Anschauungsvermögen entspricht. Wegen diesem Merkmal findet man Volksmärchen meist nur in der Kinderliteratur, obwohl sie ursprünglich zur Unterhaltung Erwachsener dienten.

Dahingegen übernimmt das Kunstmärchen Erzählweise und Motive des Volksmärchens und variiert sie. Es ist aber ist nicht wie das Volksmärchen an traditionelle Erzähltypen und –motive gebunden. Die Wahl der Requisiten und Handlungselemente unterliegt dem schöpferischem Gestaltungswillen des Autors. Das Romantische kultiviert anstelle der lehrhaften oder geistvoll-unterhaltenden Züge die Poesie des Naiven und markiert oft den Abstand im Wunderbaren zwischen zeitgenössischer, gesellschaftlicher Realität und vorgestellten ursprünglichen Verhältnissen. Außerdem ist im Kunstmärchen eine Ausweitung bzw. eine Überschreitung der traditionellen Gattungskonventionen und des inhaltlichen Musters gekennzeichnet. Der größte Unterschied ist, dass dem Kunstmärchen ein eindeutiger Verfasser zugeordnet werden kann.

Participating Schools | Legal Informations | Site Map | | SPIP | RSS 2.0 Follow-up of the site's activity

This project has been funded with support from the European Commission.
This publication [communication] reflects the views only of the author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.