ReFood – wohin mit unserem Essen?

(Schoollife)

Sunday 13 March 2011, by Annett JENTSCH

At Salzmannschule Schnepfenthal hundreds of pupils eat breakfast, lunch and dinner at the school cafeteria every day. But what happens to the leftovers that are being thrown away into the bin? They are recycled and reused in a system called ReFood. Read more about it in this article by Nils Werner (Year 12):

ReFood – wohin mit unserem Essen?

Täglich werden in der Mensa hunderte von Mündern gefüttert, hunderte Mägen gefüllt und hunderte Aufschreie über die Qualität des Essens von sich gegeben. Soweit das Szenario was sich jeden Tag abspielt. Pieps – klatsch – mampf - ? Was soll wohl an die Stelle des Fragezeichens? Richtig, ein erneutes klatsch. Diesmal nicht das Geräusch der Nahrung die auf den Teller fliegt, sondern das Klatsch der Reste die im Eimer landen. Wenn man es genau beschreibt würde eher das glitschig-schleimige hinab Gleiten dabei hinauskommen, doch das führt zu weit vom Thema weg.

Wisst Ihr was mit dem Essen passiert das Tag für Tag in die Eimer fliegt? Müll? Ha! Weit gefehlt, Genosse. Nein, es landet in den moorgrünen Behälter mit der weißen Aufschrift „ReFood“. Lässt man sich den Begriff durch den Kopf gehen, fällt (Sprachschülern) sofort die Zusammensetzung des Substantives „Food“ (Englisch: Essen) und der Vorsilbe „Re“ (Englisch: wieder; zurück) auf. Also quasi die Wiederverwendung unserer Reste um daraus neues Essen herzustellen? Wie funktioniert das denn? In den Fleischwolf, zusammen mit Gammelfleisch und Industrieabfällen, oder verfüttert an Schweine die dann wieder an uns verfüttert werden (die Theorien über die Herkunft des Fleisches außen vor gelassen)? Beides plausibel, nicht ganz appetitlich, aber möglich.

Und wieder liegt der durchschnittliche Schüler falsch. ReFood ist mehr als nur „recycle-recycle-recycle“. Unser verstoßener, mit liebe zubereiteter Rest lebt noch weiter – in der Tonne. Die Tonnen werden vom hauseigenen Logistikdienstleister der Saria-ReFood Kette abgeholt. Dieser transportiert die Reste von verschiedenen Großküchen, Supermärkten, Schulen, Kindergärten etc. in bundesweit 16 Verarbeitungsanlagen. In Thüringen befindet sich diese Anlage in Schwallungen. Dort werden die Behälter geleert und anschließend von innen und außen gesäubert, sodass Hygiene garantiert ist. Anschließend werden die Abfälle gesäubert, also von unerwünschten Teilen –wie Besteck oder Verpackungsmateriel- befreit. Was übrig bleibt wird auf 70°C erhitzt und auf < 12mm Korngröße zerkleinert. Jetzt beginnt die Wiederverwendung – nach aufwändiger Zubereitung, Transport und Säuberung. Die Masse wird nun in Behältern vergoren. Das dabei entstehende Gas wird nach weiteren Sicherheits- und Hygienemaßnamen in die Kraftwerke geleitet und dort schließlich zu elektrischer oder thermischer Energie umgewandelt. Der Gärrest schließlich wird in der Landwirtschaft zum Düngen und Füttern verwendet. Also wird nur ein kleiner Teil wirklich „zurück-gegessen“. Vielmehr wird unser Essen zur umweltfreundlichen Energiequelle – was nicht bedeutet, dass Ihr von nun an mehr wegschmeißt. Vergesst nicht: Nur wenn abgegessen wird, gibt’s schönes Wetter!

See online : ReFood

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